Ungarische Gewürze

Ungarische Gewürze sind sind in der vielfältigen Küche Ungarns ein wichtiger Bestandteil. Gerichte aus Ungarn überzeugen mit fantasievollen Speisen, von denen viele zum Klassiker geworden sind.

Das Paradebeispiel ist das Gulasch, welches in seinem Ursprungsland eher als Pörkölt daher kommt.

Ein Pörkölt hebt sich vom Gulasch durch seine sehr sämige Konsistenz ab, die durch das Schmoren im eigenen Saft, reichlichen Beigaben von Zwiebeln und mildem Paprikapulver entsteht.

Was aber macht die ungarische Nationalspeisen so besonders? Es sind die Gewürze und Gewürzmischungen der Magyaren, die sich in einem langsamen Garvorgang miteinander optimal vermählen.

Und unter den Gewürzen nimmt der Paprika unangefochten die Spitzenstellung ein.

Ungarische Gewürze: Pulver, Paste, Creme mit unterschiedlichem Schärfegrad

Angeführt wird die Paprikariege von drei verschiedenen Sorten, die sich in Delikatess-Paprika, Edelsüß-Paprika und Rosenpaprika einteilen lässt.

Der milde Delikatess-Paprika gibt den Speisen ein zartes Aroma und sorgt gleichzeitig für eine satte Rotfärbung. Auch der Edelsüß-Paprika hält sich in Sachen Schärfe noch zurück. Scharf und pikant hingegen zeigt sich der Rosenpaprika.

Große Hitze während des Kochvorgangs ist der Feind jeder Paprikasorte. Darauf reagiert das hochwertige Naturprodukt mit unangenehmer Bitterkeit. Mit den Darreichungsformen als Pulver, Paste und Creme erfüllen die Paprikagewürze die Ansprüche der modernen Küche.

Diesen Ansprüchen wird auch der Vitaminpaprika gerecht. Dieses Produkt wird in einem besonderen Herstellungsverfahren mit allen Vitaminen des Paprika nochmals angereichert und besticht mit seiner leuchtend roten Farbe. Die Tomate ist die zweite, rote Powerfrucht aus Ungarn.

Sie zeigt zusammen mit dem Paprika eine geschmackvolle und gesunde Harmonie. Als Tomatenmark wird sie hochkonzentriert als Paste und Creme angeboten. In den ausgewogenen, gemixten Gewürzcremes ist die Tomate ebenso vertreten wie im populären Letscho.

Ungarische Gewürzmischungen

Natürlich gehören die Konstanten Salz und Pfeffer ebenso zum ungarischen Gewürzpotpourri wie Lorbeer, Ingwer, Knoblauch, Kümmel, Majoran und Zwiebeln. Bei der Lektüre ungarischer Rezepturen fällt die häufige Verwendung von frischem Dill oder von getrocknete Dillspitzen auf, die gern mit Paprika kombiniert wird.

Eher zurückhaltender gehen ungarische Köche mit dem würzigen Knoblauch um. Von größter Bedeutung ist jedoch die Zwiebel. Sie ist die Hauptzutat für den paprikagewürzten Zwiebelbrei, der in erhitztem Schweine- oder Gänsefett zubereitet wird und die Basis vieler ungarischer Speisen ist.

Pörkölt und Gulasch gehören natürlich dazu. Cremige Gewürzmischungen bestehen aus verschiedenen Paprikasorten, Tomaten, Zwiebel, Kümmel, Knoblauch, Majoran und sind als milde oder scharfe Variante im Handel. Paprikacreme, Knoblauchcreme und Zwiebelcreme werden ebenso häufig verwendet wie Paprikapaste aus dem Glas.

Zum Würzen von Grillfleisch eignet sich ein Pulvermix aus Pfeffer, Kümmel, Zwiebel, Salz, Majoran, der mit und ohne Knoblauch oder Paprika angeboten wird. Sehr verbreitet als Geschmacksgeber sind frische Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch und Basilikum.

Die Ungarn lieben das Zitronenaroma ebenso wie würzige Mayonnaise und herzhaften Senf. In einem Weinland wie Ungarn verwundert es nicht, dass in der Küche gern mit einem einheimischen Tropfen gekocht und gewürzt wird.