Langosch

Es ist eine Art in Fett ausgebackenes Fladenbrot und stammt aus der ungarischen Küche: Langosch, hierzulande den meisten nur von Weihnachts- und Jahrmärkten bekannt, wird meist mit Knoblauch, Sauerrahm, Käse und weiteren pikanten Zutaten angeboten. Die süße Variante entspricht vielleicht nicht ganz dem Original, ist aber ebenfalls eine Sünde wert.

Langosch: Wie alles begann...

Was dem Italiener die Pizza, das ist dem Ungarn der Langosch. Beide Spezialitäten nahmen ihren Anfang als einfache Gerichte für die Resteverwertung und genießen heute – weit über die jeweiligen Landesgrenzen hinaus – regelrecht Kultstatus.

Langosch
Langosch | © Peteers - Fotolia

Alles begann mit den Hefeteig-Resten, die bei der Brotherstellung als "Abfallprodukt" anfielen und irgendwie verwertet werden sollten. Sie in Fett auszubacken, war die erste geniale Idee.

Nun mussten sie nur noch mit allerlei leckeren Zutaten bestrichen oder belegt werden, und schon war dieser ungarische Imbiss geboren. Serviert wird der beliebte Fladen als eigenständiger Imbiss für zwischendurch oder als herzhafte Beilage zu Suppen und Eintöpfen.

Langosch: die Grundrezeptur

Alles, was Sie für einen Langoschteig benötigen, sind Mehl, Milch, frische Hefe und etwas Salz. Es muss ein fester Teig entstehen, den man mindestens eine halbe Stunde lang an einem warmen Ort ruhen und aufgehen lässt.

Nun reißt man kleine Stücke vom Teig ab, rollt sie zu Kugeln und formt diese dann mit der Hand zu etwa 2 cm dicken Fladen. Der Rand sollte dabei etwas dicker beschaffen sein als die Mitte.

Die Fladen werden nun in Öl von beiden Seiten so lange gebacken, bis sie appetitlich goldbraun sind (pro Seite etwa 2-3 Minuten). Langosch schmecken am besten, solange sie noch warm sind. Die traditionelle Variante wird vor dem Servieren noch mit Knoblauchöl eingerieben oder mit saurer Sahne bestrichen.

Langosch: ein Thema, viele Variationen

Vor allem, wenn Langosch als eigenständige Zwischenmahlzeit serviert wird, enthält er außer saurer Sahne noch weitere feine und nahrhafte Zutaten.

Beliebt ist die Variante mit frisch geriebenem Käse, der auf dem heißen Gebäck schmilzt und sein ganzes Aroma entfaltet. Auch Schinken, Zwiebeln und Paprika kann man verwenden.

Champignons, Mais und allerlei Gemüse machen sich als Belag hier ebenso gut wie auf Pizza.
Eine besondere Spezialität sind Kartoffellangosch, für die gekochte Kartoffeln durch eine Presse gedrückt und im Hefeteig mitverarbeitet werden.
Wer gerne süß isst, wird sich zwischendurch auch mal für Langosch mit Apfelkompott und Zimtzucker entscheiden.

Langosch selber machen: Praktische Tipps

Langosch kann einfach in der Pfanne gebacken werden, lässt sich aber auch in der Friteuse zubereiten.

Weizenmehl Type 550, wie man es gewöhnlich zum Brotbacken verwendet, eignet sich für helle Langosch am besten. Wer auf eine vollwertige Ernährung achtet, nimmt statt dessen Vollkorn- oder Dinkelmehl.

Zum Ausbacken der Fladen sollte geschmacksneutrales Öl verwendet werden. Fertig ist das ungarische Gericht!