Entdecken Sie Ungarische Spezialitäten!

Ungarische Spezialitäten sind weltberühmt. Auf dieser Seite werden die besten und leckersten Köstlichkeiten aus Ungarn vorgestellt.

Auch ohne spezifisches Wissen über die ungarische Küche oder Spezialitäten wüsste so mancher, dass unser Gulasch oder die österreichischen Palat- und Topfenpalatschinken ihren Ursprung in Ungarn haben.

Ungarische Spezialitäten - einfach lecker! | © Ildi / Fotolia
Ungarische Spezialitäten - einfach lecker!

Auch die ungarische Salami oder der Dessertwein „Tokajer“ sind weltweit bekannte ungarische Spezialitäten.

Doch bei den Ungarn nimmt man es genauer. Man unterscheidet die Gulaschsuppe bzw. das Kesselgulasch – Gulyas genannt – vom Pörkölt, einer gulaschähnlichen Fleischspeise, die deutlich anders schmeckt.

Das Gulyas ist eher suppenähnlich. Es wird in großen Kesseln gekocht und deftig gewürzt. Das Pörkölt ist eine Beilage zu Kartoffeln oder Klößen plus Gemüsebeilage. Es entspricht eher dem, was wir als Gulasch bezeichnen würden.

Die ungarische Küche bedient sich gerne des Paprikapulvers in verschiedenen Schärfegraden. Sie gilt deshalb als feurig-scharf bzw. würzig. An leckeren und kalorienreichen Süßspeisen fehlt es in Ungarn aber auch nicht. Zu den bekannteren landestypischen Spezialitäten gehören

  •  die Szegediner Fischsuppe
  • das Gulyas, eine Gulaschsuppe
  •  das Pörkölt (Gulasch)
  •  die Debreziner Wurst
  • das Paprikahuhn
  • das Gemüsegericht Lecsó oder Letscho (ein Gemüsegericht aus Paprika, Zwiebeln und Tomaten)
  • die Topfenknödel
  • der Strudel
  • die Pogatschen
  • die Esterházy-Torte
  • der Palatschinken
  • und die ungarische Salami

Ungarische Spezialitäten: Erst deftig, dann gerne süß

Ungarische Flagge
Ungarische Flagge

Man kann heute kaum noch feststellen, welche österreichischen Gulasch-Varianten in Ungarn eingeflossen sind und welche ungarischen Gerichte in die österreichische Küche übernommen wurden. Ähnliches gilt auch für viele Süßspeisen, die in beiden Ländern und deren Anrainern gerne gegessen werden.

Palatschinken kennt man beispielsweise sowohl in Ungarn, als auch in Österreich. Bei den Ungarn nennt man die verschiedenen Arten, den Palatschinken zu servieren, „palacsinta“.

Die Ungarn sind Genießer – dies schlägt sich auch in den ungarischen Spezialitäten nieder. Sie sind gutem Essen und einem Wein aus eigener Produktion nicht abgeneigt.

Bei den Gewürzen steht die im Lande produzierte Paprika an oberster Stelle. Man schmeckt viele deftige Gerichte gerne mit saurer Sahne oder Sauerrahm ab. Eines der berühmtesten Gerichte, die wir als „Gulasch“ übernommen haben, ist in Ungarn in vielen Varianten zu haben.

Man unterscheidet beispielsweise bei der Gulaschsuppe – dem Gulyás – das Kesselgulasch vom Erdäpfelgulasch oder dem Bohnengulasch. Letzten Endes versteht man unter allen Varianten einen würzigen Eintopf, der sich nur durch unterschiedloche Gemüsesorten unterscheidet.

Ungarischer Fleisch-Eintopf

Dieser ungarische Fleisch-Eintopf wird beim Kesselgulasch mit Rindfleisch, bei den beiden anderen Varianten aber mit Debrecziner-Wurst zubereitet. Das Pörkölt hingegen entspricht in der Konsistenz eher dem, was wir unter dem Begriff „Gulasch“ servieren würden.

Doch auch hier kennen die Ungarn diverse Varianten – beispielsweise das Esterházy-Gulasch, das klassische Rindergulasch, ein Kalbsgulasch, das Szegediner Gulasch, ein scharfes Zigeunergulasch oder das Debrecziner Gulasch. Neben Paprika und Tomatenmark kommen Kümmel, Salz, Pfeffer und Zwiebeln, gelegentlich auch aromatische Kräuter wie Majoran und Thymian zum Einsatz.

Beim „Szegediner Gulasch“ sind Sauerkraut und Sauerrahm die geschmacksgebenden Komponenten. Neben diesen Gulasch-Gerichten kennt man in Ungarn noch das „Paprikás“ – eine mit Sauerrahm abgeschmeckte Variante des Pörkölt. Das Wurstgulasch hingegen ist eine Erfindung aus Ostdeutschland.

Es hat mit der ungarischen Küche nicht viel zu tun.

  • „Gundel palacsinta“ mit einer Nussfüllung
  • die mit Sauerkirschen servierten „Meggyes palacsinta“
  • die mit Marmelade gefüllten und aufgeschichteten „Rakott palacsinta“
  • sowie den klassischen Topfen-Palatschinken, der in Ungarn als „Túrós palacsinta“ bekannt ist.

Dieses als Nachspeise bekannte Gericht wird in Ungarn aber auch gerne mit Eis serviert oder als deftige Variante mit Hackfleisch und einer mit Sauerrahm abgeschmeckten Paprikasoße serviert. Dann nennt man die dünnen Pfannkuchen „Hortobágyi húsos palacsinta“.

Wie viele anderen Gerichte auch, sind ungarische Pfannkuchen-Varianten oder das Grundrezept der ungarischen „Pogatschen“ in mehreren Nachbarländern unter ähnlichen Namen bekannt.


Ungarische Weine und einheimische Spirituosen

Nicht nur das Maisrebeln, auch das Stampfen von geernteten Weinreben in großen Bottichen ist in Ungarn fast ein Nationalsport.

Die ungarischen Weinbaugebiete am Balaton liegen auf fruchtbarer Vulkanerde. Diese wurde bereits von den Römern zum Weinbau genutzt. Bekannte Weingebiete liegen in Westungarn, Südungarn und Nordostungarn. Hier baut man bereits seit dem 13. Jahrhundert Weine an.

Bis zur politischen Wende bestanden die ungarischen Weine weitgehend aus massenhaft produzierte Tafelweine mit relativ beliebigem Charakter. Danach haben die Ungarn kräftig in ihre Weinbaugebiete investiert, um den Anschluss an internationale Qualitätsstandards zu schaffen.

Tokajer

Berühmt ist der ungarische Dessertwein „Tokajer“, ein fruchtiger Weißwein. Rotwein und Rotwein-Cuvees aus den südungarischen Weinanbaugebieten sind erst in neuerer Zeit qualitativ hochwertig geworden. Bekannt sind der „Erlauer Rotwein“ sowie der Weißwein „Erlauer Mädchen“, die Villány-Weine aus Südungarn oder die Weine aus dem Balaton-Gebiet.

Gute ungarische Rotweine entstammen meist der Region um Sopron. Herbfrische Landweine kommen aus der Gegend um Gyöngyös. Marillen- oder Aprikosenschnaps kennt man unter dem Namen „Barack pálinka“. Außerdem genießen die Ungarn heimischen Kräuterlikör als Digestif sowie heimische Biere.


Fischsuppe und ungarischen Salami – Klassische ungarische Spezialitäten

LangosUngarische Spezialitäten dürfen gerne würzig-deftig sein. Ein Beleg dafür ist die Salami. Ihre einheimischen Vorläufer stammen aus Szeged. Das Vorbild kam natürlich aus Italien. Doch die Ungarn würzten ihre eigene Variante deutlich anders. Aus Chili bzw. Gewürzpaprika und Salz besteht eine gerne eingesetzte Würzpaste namens „Erös pista“. Der hohe Salzgehalt konserviert die Paste bis zu einem Jahr. Man setzt sie würzigen Suppen und Soßen zu, vor allem aber dem „Gulyás“.

Um diese Paste herzustellen, benötigt man entkernte Gewürzpaprikaschoten.

Für die scharfen Pastenversionen setzt man nach dem Zermahlen und Salzen die Paprikakerne wieder zu. Der Laie erkennt an den Kernen, ob er eine scharfe oder weniger scharfe „Erös pista“ vor sich hat.

Halászlé

Die „Halászlé“, eine scharfe Fischsuppe, die im Aussehen an eine Gulaschsuppe erinnert, gilt als eine ungarische Spezialität. Sie besteht aus jeder Menge Zwiebeln, dem unvermeidlichen Paprika und klein gehackten Fischstückchen von mehreren verschiedenen Fischen. Außerdem kennt man noch die Bajaer Fischsuppe und die Szegediner Fischsuppe, die auf ungarisch „Szegedi halászlé“ heißt. Dieser Name bezieht sich auf die paprikareiche Fischsuppenvariante, die man nur in der Stadt Szeged serviert bekommt. Die in Ungarn meistverwendete Paprikasorte ist die Szegediner Paprika.

Unter „Langos“ oder Langosch, versteht der Ungar dicke, frittierte Hefeteigfladen. Sie erinnern im Aussehen an das türkische Fladenbrot, werden jedoch oben belegt wie eine Pizza. Den Langosch isst man als Snack, Zwischenmahlzeit oder schnellen Imbiss.

 Unter „Langos“ oder Langosch, versteht der Ungar dicke, frittierte Hefeteigfladen.

Er ist auch in den Nachbarländern beliebt. Die deftige Variante wird mit Knoblauch, Käse, Speck, Petersilie und/oder Sauerrahm oder „Letscho“ – einer aus Zwiebeln, Tomaten und Paprika bereiteten Gemüsesoße – serviert. Man isst den „Langos“ aber auch als süße Variante mit etwas Marmelade bestrichen.

Was die Kalorienzufuhr aus der ungarischen Küche angeht, so ist diese meistens hoch. Sie orientiert sich noch an den Husaren, die zu Pferde durch die Lande zogen und ständig in Bewegung waren.

Heute kann man viele ungarische Spezialitäten vom Paprikaspeck über den Fertig-Letscho bis hin zum Langosch-Pulver in Onlineshops kaufen. Frisch zubereitet schmeckt das, was die ungarische Küche berühmt gemacht hat, aber ungleich leckerer
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